Betreuungskonzept der Erich Kästner Schule


Wir fühlen uns für Eure Kinder verantwortlich und möchten, dass diese unsere Betreuung als schöne und erlebnisreiche Zeit in Erinnerung behalten. Besonderes Augenmerk legen wir auf die Sicherheit und Gesundheit unserer Schützlinge. Direkt danach stehen Spaß, Freude, Ausprobieren und die Freiheit zu entdecken im Vordergrund.

Wir möchten Euch mit dieser Übersicht transparente Einblicke in die Organisation der Betreuung geben und über die Handhabung der wichtigsten Themen bei uns informieren.

Ablauf

In der Zeit von 12 Uhr bis 14 Uhr haben die Jahrgangsstufen feste Betreuerinnen. In dieser Zeit gibt es einen geregelten und strikt getakteten Ablauf. Die Kinder der dritten und vierten Klasse müssen um 14 Uhr rausgehen. Abgesehen davon sind die Kinder ab 14 Uhr grundsätzlich frei zu entscheiden, was sie machen wollen. Anbei der aktuelle Ablaufplan, der sich aus organisatorischen Gründen natürlich ändern kann.

1. Klassen2. Klassen3. Klassen4. Klassen
12:00-12:30EssenFrischluftUnterrichtUnterricht
12:30-13:00Hausauf-gabenEssenUnterrichtUnterricht
13:00-13:30FrischluftHausauf-gabenEssenEssen
13:30-14:00FrischluftFrischluftHausauf-gabenHausauf-gaben
14:00-14:30Freies SpielFreies SpielFrischluftFrischluft
14:30-16:00Freies SpielFreies SpielFreies SpielFreies Spiel

Regeln

Regeln engen Kinder in gewollter Weise ein und bieten ihnen dadurch einen Rahmen, der ihnen Halt gibt und an dem sie sich anlehnen und orientieren können. Unsere Regeln ermöglichen ein gutes Miteinander, eine reibungslose Organisation, sind nicht dogmatisch und dienen dem Wohle aller Kinder. Jedes Kind ist anders, so wie auch die Erziehungsmethoden von uns Eltern sich unterscheiden. Wir respektieren dies und bitten gleichwohl um Verständnis, dass in der Zeit der Betreuung für alle Kinder gleichermaßen unsere Regeln gelten.

Grundprinzipien

Grundsätzlich vertritt das Betreuungsteam die folgenden Haltungen und Prinzipien bei der Arbeit mit Euren Kindern: Kinder sollen Kinder sein. Sie sollen gesehen werden mit ihren Sorgen und Freuden. Wir begegnen den Kindern auf Augenhöhe und betrachten sie dabei als Kinder und nicht als kleine Erwachsene. Entsprechend brauchen Kinder einen klaren Rahmen in Form von Regeln und Routinen. Auch wenn dieser Rahmen ein Kind einengt, so gibt dieser umgekehrt Halt und Sicherheit. Je kleiner das Kind ist, desto kleiner halten wir den Rahmen.

Essen

Wir werden von der Caritas mit Essen beliefert und erhalten dadurch einen ausgewogenen und nach unseren Bedürfnissen justierbaren Speiseplan, der von einem ernährungswissenschaftlich ausgebildeten Team aus Ingelheim zusammengestellt wird. Wir geben anhand regelmäßiger Abstimmungen unter den Kindern Feedback, das von der Caritas zügig umgesetzt wird. Der grobe Wochenplan sieht zwei Fleischgerichte, zwei vegetarische Gerichte und ein Fischgericht vor. Grundsätzlich gibt es kein Schweinefleisch.

Kinder bekommen im ersten Gang nach dem Inselprinzip alles zum Probieren auf ihren Teller. Fleisch, Gemüse, Beilagen, Salat und Soße werden als Inseln auf dem Teller angerichtet. Die Kinder werden gezielt animiert alles zu probieren. Kein Kind wird gezwungen zu probieren und muss vor allem auch nicht aufessen. Bei der zweiten Portion dürfen die Kinder dann frei wählen, wovon sie wie viel Nachschlag haben möchten. Im Anschluss gibt es immer einen Nachtisch. Entweder Obst, Früchtequark, Donuts oder ähnliches.

Wir lehren aktiv mit Messer und Gabel zu essen und die Kinder sollen beim Essen mindestens 15 Minuten am Tisch sitzen bleiben. Nach dem Essen wird von den Kindern eigenständig abgeräumt: Besteck in den Eimer, Reste in den Resteeimer, und Geschirr auf den Wagen.

Wir leben einen respektvollen Umgang mit Essen, vor allem möchten wir wenig wegschmeißen. Daher ertönt u.a. nachdem alle Klassen gegessen haben um 13:30 Uhr eine Glocke, die zum Kiosk bei den Küchendamen Karin und Petra einlädt, um übriggebliebenes Essen abzustauben.

Die zweiten und vierten Klassen essen bei Billy im Betreuungsraum. Die ersten und dritten Klassen essen in der Aula.

Hausaufgaben

Jedes Kind bekommt ausreichend Zeit seine Hausaufgaben in der Betreuung zu erledigen. Es wird streng auf Ruhe im Hausaufgabenraum geachtet. Die Betreuung14-Kinder müssen keine Hausaufgaben machen und dürfen alternativ auch rausgehen. Für die Betreuung16-Kinder ist das Erledigen der Hausaufgaben obligatorisch, allerdings zeitlich begrenzt, denn die Kinder sollen auch ‚Feierabend‘ haben.

Die Hausaufgaben der ersten und zweite Klassen werden von uns lediglich auf Vollständigkeit überprüft, sie werden nicht korrigiert. Die Hausaufgabenkontrolle und das Üben von beispielsweise Lesen, Einmaleins oder Diktaten sehen wir als Aufgabe von Euch Eltern.

Wenn wir in der Betreuung feststellen, dass ein Kind gar nicht mit den Hausaufgaben klar kommt, spricht die Betreuung zunächst mit den Lehrkräften. Bei Bedarf gehen diese dann auf Euch Eltern zu.

Aktivitäten

Wenn Freies Spiel oder Frischluft auf dem Programm stehen, darf das Kind frei entscheiden, was es machen möchte. Dieses Freie Spielen, alleine oder miteinander, ist uns vor allem bei den jüngeren Kindern wichtig und dient als Kontrastprogramm nach einem strukturierten Vormittag, an dem vor allem die Erwachsenen entschieden haben, was getan werden soll. Angebote werden auch in dieser Zeit von der Betreuung optional gemacht. Besonders hoch im Kurs sind der Tischfußball, der Sandkasten und der runde Tisch um den großen Baum.

Konflikte

Die Kinder sollen das Gefühl haben gesehen zu werden und sich sicher zu fühlen. Wenn es zwischen den Kindern zu einem Konflikt kommt, hat sich folgender Drei-Stufen-Plan bewährt, um diesen zu lösen: 1. Die Kinder gehen auf die Betreuenden zu und erzählen was los ist. 2. Kinder werden angeleitet, um zu versuchen den Konflikt eigenständig zu regeln. 3. Wenn dies scheitert, werden die Konfliktparteien von der Betreuung zusammen geholt und das Thema gemeinsam geklärt.

Abholung

Die Eltern können und dürfen ihr Kind jederzeit immer gern in der Betreuung abholen und dafür das Schulgelände betreten, auch wenn dies von den eingetragenen Abholzeiten abweicht.

Für die Kinder der ersten und zweiten Klasse wird dringend empfohlen stabile und verlässliche Geh- bzw. Abholzeiten zu gewährleisten, damit sich das Kind an den regelmäßigen Ablauf gewöhnt und eine Routine entwickeln kann.

Anrufe bei der Betreuung sollten bitte nur im Notfall getätigt werden. Hierzu steht ein entsprechendes Notfalltelefon unter der Nummer +49 6131 9061679 oder +49 157 30224470 bereit. Ein Anruf führt oft dazu, dass die eine betreuende Person die Gruppe verlassen muss, um jemanden zu suchen oder Informationen weiter zu reichen. In dieser Zeit könnten die Kinder dann kurzzeitig ohne Beaufsichtigung sein.

Nach Hause gehen

Um der Betreuungspflicht nachzukommen ist das Nach-Hause-Schicken der Kinder immer nur zur ganzen oder halben Stunde möglich. Am wichtigsten ist uns diesbezüglich jedoch der Hinweis, dass kein Kind frei entscheiden darf, wann es nach Hause gehen möchte. Wir achten zum Wohle der Kinder und aus Haftungsgründen strikt darauf, dass Eure Kinder nur zu den schriftlich fixierten Zeiten das Schulgelände verlassen.

Informationspolitik

Wenn das Betreuungsteam auffällige Veränderungen beim Kind bemerkt, zum Beispiel Stimmungsumschwung von fröhlich zu plötzlich trüb, oder das Gefühl besteht, dass das Kind Schwierigkeiten jeglicher Art hat, dann erfolgt zunächst Rücksprache mit der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer und ggfs. nachgelagert der Kontakt zu Euch Eltern.

Wenn beispielsweise das Gefühl besteht, dass die Hausaufgaben von den Kindern nicht gemacht werden wollen und Vermeidungsstrategien angewandt werden, dann werden die Eltern kontaktiert, um zu klären, ob die Hausaufgaben doch besser zu Hause gemacht werden sollen.

Darüber hinaus kontaktiert das Betreuungsteam Euch Eltern in der Regel nur dann, wenn sich das Kind wiederholt nicht an Regeln hält. Dies kommt allerdings auch äußerst selten vor.

Kleidung

Die Eltern sollten morgens mit ihrem Kind zu Hause besprechen, wie das Wetter wird und was es am besten anziehen soll. Bei Sonne sollten ein Kopfschutz und Sonnencreme eingepackt und die Kinder vor Schulbeginn eingecremt werden. An regnerischen Tagen sollte entsprechend wetterfeste Kleidung angezogen werden. Kinder die keine adäquate Kleidung dabeihaben, werden im Zweifel reingeschickt und können daher nicht mit den anderen Kindern draußen spielen. Wir empfehlen aus Erfahrung jedes Kleidungsstück, vor allem die kleinen, mit vollständigem Namen zu beschriften, um diese vor der Fundtonne zu bewahren.

Kommunikation & Feedback

Bei Fragen oder Anmerkungen zu diesem Betreuungskonzept, vor allem auch kritisches Feedback, scheut Euch bitte nicht die Betreuungsleiterin Billy Hobe direkt anzusprechen. Sie ist mobil unter +49 175 2739841 oder per E-Mail unter billyhobe[at]t-online.de zu erreichen.

Sonstiges